Gürzenich Quartett Köln

Gürzenich Quartett

Der Name an sich sagt alles! Wie bei anderen Traditionsorchestern, etwa beim Leipziger Gewandhaus-Orchester oder bei den Berliner Philharmonikern, trat auch aus der Mitte des Kölner Symphonieorchesters von Anfang an ein Streichquartett unter Führung des jeweiligen Konzertmeisters hervor − die Tradition des Gürzenich Quartetts reicht zurück bis ins Jahr 1888.

Die Mitglieder des Ensembles sind heute Torsten Janicke (1. Konzertmeister des Gürzenich Orchesters), Rose Kaufmann, Mechthild Sommer und Joachim Griesheimer.

Nach seinem Studium bei Professor Heinz Rudolf und Professor Gustav Schmahl an der Dresdner Musikhochschule wurde Torsten Janicke zunächst 1. Konzertmeister beim Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig und bei den Essener Philharmonikern. 1991 kam der mehrfache Preisträger internationaler Wettbewerbe in derselben Position zum Gürzenich-Orchester. Seine solistische Tätigkeit führt ihn regelmäßig ins In- und Ausland. Torsten Janicke » ist Leiter des Gürzenich-Kammerorchester und verschiedener Kammermusikensembles. Eine CD mit dem Violinkonzert und der Sonate für Violine und Klavier von Richard Strauss ist 1999 bei ebs » erschienen.

Rose Kaufmann spielte bereits während ihrer Schulzeit im In- und Ausland Solokonzerte, u.a. von Alfred Schnittke und Aram Chatschaturian. Sie studierte an der Kölner Musikhochschule Violine bei Professor Gorian Kosuta und Kammermusik beim Amadeus-Quartett. Nachdem sie zwei Jahre beim Chamber Orchestra of Europe engagiert war, kam sie 1987 zum Gürzenich-Orchester. Daneben ist sie Konzertmeisterin im Aachener Kammerorchester und Dozentin an der Kölner Musikhochschule.

Mechthild Sommer ausgebildet bei Prof. Rainer Moog an der Musikhochschule Köln, bestand die künstlerische Reifepürfung mit Auszeichnung und schloss ihre Studien mit dem Konzertexamen erfolgreich ab. Ein Rotary-Stipendium ermöglichte ihr ein Privatstudium in New York bei Walter Trampler und Rony Rogoff. Sie vervollständigte ihre Ausbildung mit Meisterkursen bei Kim Kashkashian und Yuri Bashmet. Mechthild Sommer gewann zahlreiche nationale Wettbewerbe. Seit 1989 wirkt sie im Chamber Orchestra of Europe mit und arbeitete mit Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Sandor Vegh u.a. Darüber hinaus musiziert sie mit dem Ensemble Modern sowie als Stimmführerin in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Auch als Pädagogin machte sie sich ein Namen u.a. am Conservatore Simon Bolivar in Caracas (Venezuela) sowie an der Indiana University School of Music in Bloomimgton/USA.

Joachim Griesheimer erhielt seine Ausbildung bei Gerhard Mantel, Angelica May und Johannes Goritzki in Frankfurt und Düsseldorf. Seit seinem Cellostudium engagiert er sich stark auf dem Gebiet der Kammermusik. Als Mitglied des Gürneburg Klaviertrios wurde er vom Odeon-Trio, Haydn-Trio und Beaux Arts-Trio gefördert und mehrfach international ausgezeichnet. Zahlreiche Konzerte und Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland folgten. Seit 1989 ist Joachim Griesheimer stellvertretender Solocellist im Gürzenich-Orchester.

Pressestimmen:

Morgenpost vom 9.5.2000 (Schubert: „Der Tod und das Mädchen“ und Mendelssohn Oktett)

Meisterhaft korrespondierten die Musiker miteinander. Janickes hochsensibles Spiel erfuhr in allen Stimmungen vollen Einklang mit den Mitspielern. (Remscheider Generalanzeiger vom 9.5.2000)

Besonders der musikalisch hohe Einfallsreichtum, die große Wandlungsfähigkeit des Ensembleklangs und die drängende Intensität bei zügigen Tempi beeindruckten. (Kölner Stadtanzeiger 12.3.2002)

Eine eindrucksvolle Gestaltung gelang dem Gürzenich-Quartett, das mit großer Emphase und Elan musizierte. Saubere Linien und wohlartikulierte Akzente hoben den mitunter polyphon durchgestalteten Satz hervor. (Heinz Pauels Streichquartett op.4) Abgerundet wurde das Programm mit Joseph Haydns vierten Quartett aus op. 20 und dem Streichquartett op. 105 von Antonin Dvorak. (Kölnische Rundschau 3.5.2002)


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